Dienstag, 15. Januar 2013

Wird unsere Freiheit in Mali oder in Bonn verteidigt?

Nun ist es also soweit: Der Westen will in Mali militärisch gegen die dort randalierende Salafisten-Gruppierung Ansar Dine vorgehen. Die Bundeswehr soll mit von der Partie sein, allerdings - ganz den Traditionen deutscher Außenpolitik entsprechend, gefährliche Drecksarbeit immer den Soldaten anderer Nationen zu überlassen - nicht in Form von Kampfeinsätzen. Aber wenn deutsche Soldaten ihren kämpfenden französischen Kameraden Kaffee kochen, so ist das im Krieg selbstverständlich auch nützlich und wertvoll.

Natürlich sind die Salafisten von Ansar Dine keine netten Zeitgenossen, falsch kann es niemals sein, gegen Salafisten vorzugehen. Trotzdem fragt man sich verwundert, welchen Sinn es macht, wenn der Westen Salafisten in Mali bekämpft, aber Salafisten in Syrien unterstützt und mit Salafisten in Saudi-Arabien beste Beziehungen unterhält? Auch fragt man sich, wie es zusammenpasst, die Muslim-Brüder in Ägypten zu unterstützen, aber die Salafisten in Mali zu bekämpfen? Ganz besonders aber fragt man sich, welchen Sinn es machen soll, wenn auch die deutsche Politik Salafisten in Mali bekämpfen will, während diese bei uns daheim über Tische und Bänke gehen und in einer Stadt wie Bonn inzwischen mehr Macht haben dürften als der dort offiziell regierende SPD-Oberbürgermeister, ohne dass irgendjemand was dagegen tut? Wie passt es zusammen, dass die Salafisten in Mali bekämpft werden sollen, aber dank der nordrhein-westfälischen Kuscheljustiz hier bei uns nichts zu befürchten haben?

Die Antwort ist erschreckend einfach: gar nicht. Es passt weder zusammen, noch macht es irgendeinen logischen Sinn. Stattdessen erinnert es viel zu sehr daran, wie uns deutsche Politiker nach 9/11 reflexhaft erzählt haben, unsere Freiheit würde an einer fernen Bergkette namens Hindukusch verteidigt. Heute wissen wir, dass das ein Irrsinn war, den unzählige deutsche und alliierte Soldaten mit ihrem Leben bezahlen mussten, während gleichzeitig in deren Heimatländern der radikale Islam und fragwürdige Islam-Verbände mehr und mehr Macht erlangt haben. Gerade an der Reaktion des Westens auf 9/11 erkennt man deutlich, welchen gefährlichen Unfug es darstellt, wenn man Soldaten in ferne Winkel dieser Erde schickt, aber gleichzeitig die Heimatfront preisgibt und radikalen Moschee-Gemeinden überlässt. Und an der geplanten Intervention in Mali sehen wir leider deutlich, dass der Westen immer noch nichts dazugelernt hat.

Unsere Freiheit wird weder am Hindukusch, noch in Mali oder irgendeinem anderen fernen Winkel dieses Planeten verteidigt. Unsere Freiheit wird in Bonn, Bochum, Berlin, Krefeld, Duisburg-Marxloh und in all den anderen deutschen Städten verteidigt, wo uns die Herren Salafisten oder andere Vertreter des radikalen Islams auf krawallige und "bombige" Art und Weise von den Vorzügen der Scharia zu überzeugen versuchen und dieser Extremismus schon längst in den örtlichen Moscheen gepredigt wird. Aber solange nur ein hessischer Landtagsabgeordneter und eine kleine Splitterpartei dazu auch wirklich bereit sind und sich SPD-Innenpolitiker immer nur als bloße Schwätzer herausstellen, sieht es schlecht um unsere Freiheit aus.

1 Kommentar:

  1. Die offensichtlichen Volksverdummungen durch Politik und linkslastigen Medien sind, dass man, wenn man überhaupt etwas wahrnehmen will, der Islam immer nur im Ausland als bedrohlich auffällt, wo er die Scharia einführen will mit dem islamischen Gottsstaat, während es im eigenen Land wegen des Islam und seiner mehr oder weniger radikalen Anhängerschaften und Vertreter, bereits schon seit längerem kokelt in Deutschland.
    Man könnte den Eindruck gewinnen, man steuert hier bewusst auf einen Schwefelbrand sehenden Auges zu, in dem man mantrahaft und stoisch wie von Minaretten hinausposaunt, dass der Islam ja "friedlich" sei ... und es fehlt noch der Appendix, in Deutschland sei ja auch noch nicht ein einziger Christenmord durch einen Anhänger des "Propheten" erfolgt. Genau deshalb ist der Islam ja auch "friedlich" in Deutschland als "Religion".

    Man könnte weiterhin den Eindruck gewinnen, hier wird ein zweites Jugoslawien geschaffen.

    Herr, lass Hirn vom Himmel fallen und wehret den Anfängen!

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