Mittwoch, 9. Januar 2013

Intellektuelle Wegbereiter des Islamismus

Heute: Wolfgang Benz, Historiker

"Es sind die gleichen Ängste, es sind die gleichen Vorurteile und Argumentationsmuster, die heute den Antiislamismus anheizen, die wir aus dem Antisemitismus vor hundert Jahren kennen" - diese bemerkenswerte Aussage hat der Historiker und ehemalige Antisemitismus-Forscher Wolfgang Benz vor wenigen Tagen im Bayerischen Fernsehen gemacht. Sinnigerweise in einer Sendung über Islam-Kritik, in der kein einziger Islam-Kritiker zu sehen war.

Offensichtlich ist es Wolfgang Benz nicht bekannt, dass Juden noch nie Flugzeuge entführt haben, um damit in Hochhäuser zu fliegen. Auch davon, dass Juden noch niemals Londoner Busse oder Madrider Vorortzüge in die Luft gejagt haben, weiß Benz anscheinend nichts. Davon, dass Juden noch nie Christen zwecks "Säuberung" verfolgt und abgeschlachtet haben, hat er wohl auch noch nie gehört. Und davon, dass Juden noch nie Bomben in deutschen Bahnhöfen deponiert oder deutsche Polizisten abzustechen versucht haben, hat Herr Benz wohl genauso wenig Kenntnis wie davon, dass es noch niemals in der deutschen Geschichte der Fall war, dass irgendwelche jüdischen "Kulturbereicherer" ständig Deutsche zusammengeschlagen oder abgestochen haben. Auch weiß Herr Benz ganz offensichtlich nicht, dass Juden uns noch nie mit dem Quatsch gekommen sind, die Thora stünde über einer deutschen Verfassung. Womit auch schon erschöpfend erklärt sein dürfte, warum die Sprüche eines Wolfgang Benz nichts weiter als grober Unfug sind.

Aber Vorsicht! Der Benz'sche Unfug mag Unfug sein, dennoch hat er Methode: Unvergessen, wie Wolfgang Benz im März des letzten Jahres nach dem brutalen Morden des französischen Salafisten Mohammed Merah, der unter anderem drei jüdische Kinder ermordet hat, das antisemitische Motiv Merahs in Frage gestellt hat. Zu einem Zeitpunkt übrigens, zu dem bereits bekannt war, dass Merah sich selbst als Al-Qaida-Mitglied und Mujahedin bezeichnete, einer salafistischen Gruppierung angehörte, in afghanischen und pakistanischen Terror-Camps ausgebildet wurde und mit seinen brutalen Morden "palästinensische Kinder rächen" wollte. So etwas lässt aufhorchen, so etwas lässt nicht darauf schließen, dass die verqueren Aussagen des Historikers Benz aus simpler historischer Unkenntnis resultieren - die systematische Verharmlosung muslimischen Judenhasses sowie des mörderischen Islamismus dürfte da die wesentlich plausiblere Erklärung sein.

Wirklich übel aber wird jedem humanistisch denkenden Menschen, wenn Benz in seinem neuen Buch "Die Feinde aus dem Morgenland. Wie die Angst vor den Muslimen unsere Demokratie gefährdet" dem salafistischen "Imam" Muhammed Ciftci eine Bühne bietet, um den verabscheuungswürdigen Mord an der Ägypterin Marwa El-Sherbini für die salafistische Propaganda zu missbrauchen: Hier lässt Benz nicht irgendeinen Muslim für sich reden, auch nicht einen Vertreter jener Islam-Verbände, die nichts lieber tun, als eine vermeintliche "Islamophobie" zu beklagen - hier gibt Benz einem nach Meinung von Terrorismus-Experten brandgefährlichen Salafisten eine Bühne. Und wenn man sich jetzt noch erinnert, dass auch der Terrorist Mohammed Merah den "Vorträgen" Muhammed Ciftcis gelauscht hat, so schließt sich auch dieser Kreis.

Aber der eigentliche Skandal ist nicht, dass ein so notorischer Islamismus-Verharmloser wie Wolfgang Benz in einem seiner Bücher einem gefährlichen Salafisten eine Bühne bietet. Ob nun im NS-Faschismus, während des RAF-Terrorismus oder eben heute beim Salafismus: Intellektuelle Verharmloser oder gar Sympathisanten, die alles verdrehen und auf den Kopf stellen, hat es immer gegeben und wird es leider auch immer geben. Der eigentliche Skandal ist vielmehr, dass ein Medium wie das Bayerische Fernsehen einem so notorischen Islamismus-Verharmloser wie Wolfgang Benz auch noch eine Bühne bietet.

1 Kommentar:

  1. Die 68er und ihre Nachkommenschaften, die heute wie damals ihre politische Heimat bei den Sozis, Grünen und den Linken gefunden haben, produzieren nun auch ganze Bücher-Tsunamis über den Islam als heilsbringende "Propheten-Religion" fürs tumbe Volk. Der Fantasie an geistigen Ergüssen über den beglückenden Islam, sind nach oben im Orbit keine Grenzen gesetzt.


    Eine geradezu journalistische Philippika über die Verlogenheit der 68er zur Religion bis hin zum "religiösen" Paradigmenwechsel verquerter geistiger Linksabbieger zum "friedlichen und lieblichen" Islam, liefert der nachfolgende Beitrag:

    http://www.freiewelt.net/blog-1325/die-linken-und-die-religion.html

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