Dienstag, 4. Dezember 2012

Was "christliche" Politiker interessiert und was nicht

Das muntere Christenabschlachten der salafistischen Terror-Gruppe Boko Haram in Nigeria geht weiter: Laut Augenzeugen sind die nigerianischen Salafisten jetzt in Chibok eingefallen, einer mehrheitlich von Christen bewohnten Stadt im Norden des Landes. Dort haben sie Kirchen und Häuser niedergebrannt und mit zünftigem Allahu akbar-Geschrei zehn Menschen die Kehle durchgeschnitten. Zuvor hatten Mitglieder von Boko Haram bereits an der Grenze zu Kamerun drei christliche Kirchen und staatliche Einrichtungen niedergebrannt.

Unsere - zumindest offiziell - christliche Kanzlerin scheint dieses Abschlachten von Christen aber nicht wirklich zu interessieren, denn die war gestern nur über die israelische Siedlungspolitik empört. Und auch wenn man nie Anhänger der israelischen Siedlungspolitik war, auch wenn man die aktuellen Pläne der israelischen Regierung für nicht hilfreich hält, so ist man doch verwundert darüber, dass sich noch niemals ein christlicher Politiker an Wohnungsbau-Projekten für Muslime in West-Jerusalem oder im übrigen Israel gestört hat, im umgekehrten Falle jedoch zusammen mit radikalen Muslimen vehement darauf bestanden wird, dass Ost-Jerusalem und das Westjordanland "judenrein" sein müssen.

Womit wir dann auch wieder bei den Salafisten in Ägypten und Nigeria wären, denn deren Mordlust resultiert ja ebenfalls aus dem Bestreben, ihre Länder von Christen und Juden zu "säubern". Zurück bleibt die erschreckende Erkenntnis, dass unsere sogenannten christlichen Politiker keinerlei Problem damit haben, sich als Erfüllungsgehilfen der ethnischen Säuberungen radikaler Muslime zu betätigen.