Montag, 3. Dezember 2012

Neues von unserer Bundestags-Kandidatin

Am Samstag hatte der nordrhein-westfälische "Landesintegrationsrat" (LAGA) in Paderborn seine jährliche Mitgliederversammlung. Mit von der Partie war als LAGA-Vorstandsmitglied auch unsere SPD-"Integrationsrätin" und frischgebackene Bundestags-Kandidatin Gülistan Yüksel. Eine Person, die man Mönchengladbacher Salafisten-Gegnern nun wirklich nicht mehr vorstellen muss: Mit der "Akte Yüksel" dürften Mönchengladbacher Salafisten-Gegner inzwischen so gut vertraut sein, dass sie diese selbst im Halbschlaf wiedergeben könnten!

Hauptredner dieser Veranstaltung aber war der nordrhein-westfälische "Integrationsminister" Guntram Schneider (SPD). Und der machte mit seiner Rede schnell klar, wohin die Reise gehen soll: Eine deutsche Bevölkerungsmehrheit werde es, so Schneider, zukünftig nicht mehr geben. Ein Umstand, auf den man sich schon jetzt einstellen müsse. Und auch davon, wie man sich schon jetzt darauf einstellen müsse, hatte er klare Vorstellungen: Es müsse mehr Einbürgerungen geben, auch solle es die doppelte Staatsbürgerschaft wieder geben, das "Options-Modell", nach dem man sich für eine Staatsangehörigkeit entscheiden muss, gehöre abgeschafft.

Über Salafisten-Gewalt, über muslimischen Judenhass oder darüber, dass es mehr und mehr zur Normalität wird, dass junge Türken Deutsche zusammenschlagen oder tottreten, wurde auf dieser Veranstaltung selbstverständlich mit keinem einzigen Wort geredet. Wie unfähig ausgerechnet jene Bevölkerungsgruppe zur Selbstkritik ist, die wegen ihres Deutschen- und Judenhasses rassistisch ist wie keine andere, erkannte man auch daran, dass immer wieder betont wurde, das Vertrauen der Migranten in die Deutschen müsse "wiederhergestellt" werden. Wie es jedoch um das Vertrauen der Deutschen in die Migranten bestellt ist, hat keinen einzigen Redner interessiert.

Die Tatsache, dass die mutmaßlichen NSU-Morde in nahezu jedem Redebeitrag bis zum Geht-nicht-mehr "ausgeschlachtet" wurden, zeigte deutlich, dass man sich selbst ausschließlich als Opfer böser Deutscher sieht: So wurde wiederholt ein "Nationalfeiertag" gefordert, um den mutmaßlichen NSU-Opfern zu gedenken. Auch wurde immer wieder gefordert, auf den "Rassismus" der NSU-Morde mit verstärkter Einwanderung zu reagieren.

Gülistan Yüksels Redebeitrag war für ihre Verhältnisse eher unspektakulär: keine Beschimpfung von Salafisten-Gegnern, keinerlei Werben für die arrangierte Ehe - all das hätte auch gar nicht zu dieser Versammlung gepasst. Stattdessen beschränkte sie sich darauf, den Ausführungen ihrer Vorredner, insbesondere Guntram Schneider, zuzustimmen. Hervorzuheben war an ihrer Rede eigentlich nur, dass sie ihre Forderung nach einem kommunalen Wahlrecht für Ausländer noch einmal bekräftigt hat.

Apropos Wahlrecht: Bei der nächstjährigen Bundestags-Wahl jedenfalls wird es kein Ausländer-Wahlrecht geben. Fragwürdige und wenig demokratische Vorgänge, wie beispielsweise jene SPD-interne Wahl, bei der Yüksel nur mit Hilfe von "50 bis 60" Personen, die gleichzeitig und kurzfristig in die SPD eingetreten sind und deren Nationalität die Mönchengladbacher SPD bis heute nicht verraten hat, zur Bundestags-Kandidatin aufgestellt wurde, sind bei einer Bundestags-Wahl glücklicherweise nicht möglich. Und so leicht wie eine Leser-Wahl der Rheinischen Post kann man eine Bundestags-Wahl schon mal gar nicht "türken". Auch dürfen wir nicht vergessen, dass es jene muslimische Bevölkerungs-Mehrheit, die Islamisierungsminister Schneider bei jeder Gelegenheit herbeizureden versucht, in Mönchengladbach noch nicht gibt: In Mönchengladbach ist die nicht-muslimische Bevölkerung immer noch in der Mehrheit. Und bei der ist Gülistan Yüksel bekanntlich alles Mögliche, nur eben nicht beliebt.

Dürfte schwer werden für Gülistan Yüksel!