Sonntag, 16. Dezember 2012

Ermittlungen gegen Salafisten

Ist es nicht erstaunlich, wie schnell Desinformation ein Ende nimmt, wenn die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe den Behörden des nordrhein-westfälischen Innenministers Ralf Jäger (SPD) einen Fall entzieht und an sich nimmt?

Laut einer Vorab-Meldung des SPIEGEL ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen mindestens drei verdächtige Salafisten. Als Indiz für Täter aus dem radikal-islamistischen Spektrum wird auf die Ankündigung eines derzeit in Somalia "aktiven" Deutschen verwiesen, es müsse in Europa "wieder etwas geschehen". Der WDR hatte zuvor aus Sicherheitskreisen erfahren, dass ein Verdächtiger bereits identifiziert ist: Es soll sich um einen Salafisten aus Langenfeld mit Verbindungen zu Al-Qaida handeln. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet, dass auch die Identität eines zweiten Verdächtigen bekannt sein soll: Der dunkelhäutige Mann, der die Tasche mit der Bombe abgestellt haben soll, sei ein Mitglied der Bonner Islamisten-Szene mit Verbindungen zu Al-Qaida - also einer der "nur" 175 Gefährder, die es im rheinischen Terror-Nest Bonn derzeit gibt.

Aus den Reihen der nordrhein-westfälischen SPD-Politiker gibt es zur Stunde noch keine Stellungnahmen dazu, bei deren Journalisten, beispielsweise denen der Rheinischen Post, fällt auf, dass die Benutzung der Vokabel "Salafisten" in der Berichterstattung über den aktuellen Stand der Ermittlungen strikt vermieden wird. Da kann man wirklich nur noch hoffen, dass es bei den Redakteuren unserer Rheinischen Post keine Verzweiflungstaten geben wird, sollte die Salafisten-Politik ihres geliebten Landes-Innenministers eines Tages doch mal öffentlich diskutiert werden!

1 Kommentar:

  1. Irgendwann tritt Jäger von der SPD in den Medien auf und bekennt zähneknirschend: es war dieses Mal kein Anschlag von Neo-Nazis oder Rechtsextremen, sondern - man glaubt es kaum, schließlich konnte auch keiner damit rechnen - von Vertretern des "Propheten".

    Ein Glück, dass das keine Neo-Nazis waren. So kann man solche Anschläge der Öffentlichkeit als direkte göttliche Anweisung von Allah an seine Jünger erklären und verkaufen - also unter Religionsfreiheit für Allah und seinen "Propheten".

    Übrigens: alles durchaus kompatibel mit GG und Verfassung. Jetzt brauchen unsere "Volksvertreter" nur noch das entsprechende Gesetz dazu im Bundestag und Bundesrat durchwinken.

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