Donnerstag, 18. Oktober 2012

Witz der Woche

"Wer jetzt noch darüber diskutiert, ob Islam und Demokratie zusammenpassen, so der palästinensische Politikwissenschaftler Azmi Bischara während einer Konferenz in Qatar, „hängt seiner Zeit gewaltig hinterher. Der Aufstand in der Arabischen Welt hat in vielen Ländern zu freien Wahlen geführt und auf demokratische Weise sind islamische Gruppierungen an die Macht gekommen.“ Die Frage sei nun, wie die Islamisten mit der demokratischen Herrschaft umgehen." (Quelle: Frankfurter Rundschau, 16.10.12)

Hi, hi - eben: Die Frage ist nun, wie die Muslim-Brüder und die Salafisten mit ihrer demokratischen Herrschaft umgehen. Und wie die Herren Salafisten damit umgehen, haben wir ja zuletzt am 11. September gesehen - als Mitglieder demokratisch gewählter Salafisten-Parteien die U.S.-Botschaft in Kairo gestürmt, die amerikanische Flagge heruntergerissen und statt derer die Al-Qaida-Flagge gehisst haben.

Aber es kommt noch besser: "Diese Kompromissbereitschaft (gegenüber der Muslim-Bruderschaft, Anm. d. Blog-Betreibers) und das Bekenntnis zur Realpolitik mache die Salafisten zu einer ernstzunehmenden politischen Kraft" - so beendet Julia Gerlach allen Ernstes ihren Beitrag in der Frankfurter Rundschau.

Hmm, hmm: Wenn schon kompromissbereite Salafisten westliche Botschaften stürmen - was, bitte, steht uns dann erst mit jenen Salafisten bevor, die nicht zu Kompromissen und zur Realpolitik bereit sind? Ob uns Frau Gerlach diese Frage wohl beantworten wird?