Dienstag, 16. Oktober 2012

Affen und Schweine sind nicht in Gefahr?

"Bonn: Junge Muslime in Gefahr - Salafismus in Deutschland am 3.11.2012

Anbei ein Veranstaltunghinweis für die Veranstaltung "Junge Muslime in Gefahr - Salafismus in Deutschland" am 3. Nov. in Bonn, 10-17 Uhr i, Gustav-Stresemann-Institut, Langer Grabenweg 68, 53721 Bonn.

Unsere Gesellschaft braucht ein gemeinsames Konzept gegen Extremismus (jeglicher Couleur). Wir hoffen mit dieser Tagung einen Grundstein legen zu können. Es soll niemand angeprangert werden, es ist keine Diskussion über den Islam, vielmehr soll eine sachliche Auseinandersetzung stattfinden, die an einer Lösung orientiert ist.

Zur Tagung sollte man sich bis zum 19.10. anmelden (
-> siehe Flyer).

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Ridwan Bauknecht

Islam- und Sozialwissenschaft, M.A.
Lehrer für Islamkunde und Islamischen Religionsunterricht"


(Quelle: Migrapolis Deutschland, 12.10.12)

Versuchen wir einfach mal, diese Veranstaltungs-Ankündigung zu übersetzen. Den Satz "es ist keine Diskussion über den Islam" kann man noch sehr leicht übersetzen, denn der bedeutet nichts anderes, als dass jegliche Kritik am Islam auf dieser Veranstaltung nicht geduldet wird. Wir kennen das ja bereits: Salafisten haben mit dem Islam nichts zu tun, unbestätigten Gerüchten zufolge hat selbst der Islam nichts mit dem Islam zu tun. Schwieriger jedoch wird es mit der Überschrift: Was, bitte, haben wir unter "Junge Muslime in Gefahr" zu verstehen? Welchen Sinn ergibt eine solche Überschrift, wenn in Wahrheit fast alle bisherigen Opfer salafistischer Terror-Anschläge auf deutschem und europäischem Boden Christen und Juden waren, also in Wahrheit Christen und Juden in Gefahr sind?

Eine Erklärung für diese seltsame Überschrift könnte natürlich darin bestehen, dass die Organisatoren dieser Veranstaltung sowas von komplett doof sind, dass sie gar nicht wissen, dass salafistische Terror-Attentäter bevorzugt Juden und Christen ermorden?

Die kurzen Ausführungen im beigefügten "Flyer" legen jedoch eine ganz andere Vermutung nahe: Die Organisatoren dieser Veranstaltung sind anscheinend der Meinung, dass nur junge Muslime, die von den Salafisten beeinflusst und rekrutiert werden könnten, bedrohte Personen seien. Die Juden und Christen hingegen, die von salafistischen Terroristen auf deutschem und europäischem Boden ermordet werden, interessieren die - muslimischen - Organisatoren dieser Veranstaltung offensichtlich nur einen Scheißdreck. Vielleicht ja deswegen, weil es Ungläubige sind, sogenannte Kufar? Also Affen und Schweine?

P.S.: Würde man diese kranke Logik auf die Shoah beziehen, so würde das übrigens bedeuten, dass die SS-Wachmannschaften die Opfer der Shoah waren - die ermordeten Juden hingegen völlig irrelevante Personen.