Montag, 24. September 2012

Die gefährlichen Ideen des Aiman Mazyek

Man stelle sich einmal vor, ein deutscher Politiker würde sich dafür aussprechen, dass die NPD in den Berichten des Verfassungsschutzes nicht mehr aufgeführt werden darf - das Geschrei in diesem Land würde vermutlich erst verstummen, wenn dieser Politiker seinen Rücktritt samt Verzicht auf alle seine Renten-Bezüge erklärt hätte. Aber wenn sich der Chef eines Islam-Verbandes dafür ausspricht, dass Milli Görüs, die Grauen Wölfe und die Muslim-Brüder in den Berichten des Verfassungsschutzes nicht mehr genannt werden sollen, dann kümmert das komischerweise niemanden - kein Aufschrei in der Presse, nichts.

Aber erzählen wir diese Geschichte von Anfang an: In Bonn hat es in der letzten Woche gleich zwei Veranstaltungen zum Thema Salafismus gegeben. Über die erste, die von der Stadt Bonn veranstaltet wurde, hat dieses Blog bereits berichtet. Die zweite fand am Freitag und am Samstag statt und wurde von der "Evangelischen Akademie im Rheinland" als Teil eines sogenannten "Christlich-Islamischen Dialoges" veranstaltet.

Und, um das gleich mal vorweg zu sagen: Es war die übliche verlogene Veranstaltung, mit der die Evangelische Akademie den Schein wahren wollte, man würde ja auch die Salafisten als Problem sehen und sei ja auch der Meinung, dass man dagegen etwas tun müsse. Aber da die evangelische Kirche Kritik am Islam nun einmal nicht duldet und Salafisten nun einmal ein Teil des Islams sind, fand in Wahrheit natürlich nur die übliche Verharmlosung statt: Über die "Schandtaten" der Salafisten wurde eher am Rande gesprochen, darüber, was gegen die Salafisten getan werden müsse, so gut wie gar nicht - stattdessen wurde immer wieder auf den sog. "Dialog" verwiesen. Und jenem Veranstaltungs-Teilnehmer, der zum Zwecke der Anschauung zwei Mohammed-Karikaturen auf seinem Tisch liegen hatte, wurde sehr schnell zu verstehen gegeben, dass diese Veranstaltung dem "Dialog" diene und "Provokationen" somit nicht geduldet würden.

Da das Strickmuster solcher Salafisten-Verharmlosungs-Veranstaltungen ganz offensichtlich immer gleich ist, kann sich der Betreiber dieses Blogs also ruhig auf die Wiedergabe der fragwürdigen Höhepunkte dieser zweitägigen Veranstaltung beschränken. Zu denen gehörte aber ganz zweifelsfrei eine Doris Schulz, Vertreterin des "Solinger Kirchenkreises", die sich als Mitbegründerin des Solinger "Bunt statt Braun"-Linksbündnisses vorstellte. Und die sich allen Ernstes darüber beschwerte, dass bei den Solinger Salafisten-Krawallen am 1. Mai dieses Jahres nur die Salafisten verhaftet wurden, aber nicht die Teilnehmer der proNRW-Kundgebung - denn diese hätten doch schließlich provoziert?

Auch Elmar Theveßen, jener ZDF-Experte, dem wir die unterirdische Fernseh-Dokumentation vom 4.September zu verdanken haben, tat sich durch Aussagen der seltsamen Art hervor: Als über die Islamisierung Deutschlands und die Taqiyya debattiert wurde, behauptete er ganz einfach, dass es diese Dinge ja gar nicht gäbe - die Islamisierung wie auch die Taqiyya seien, so Theveßen, "Erfindungen von Islamfeinden". Ja, so reden wahre "Experten".

Der fragwürdigste aller fragwürdigen Höhepunkte aber war natürlich - welch' Überraschung - der Kurz-Auftritt von Aiman Mazyek, dem allseits bekannten Vorsitzenden des "Zentralrats der Muslime Deutschlands" (ZMD): Sein Vortrag begann mit Verspätung, nach kurzer Rede und anschließender Debatte entschwand er sogleich wieder demonstrativ mit einem Taxi - als oberster Muslim dieses Landes ist man schließlich eine vielbegehrte Person. Oder zumindest eine Person, die gerne demonstriert, wie begehrt sie doch ist. Und vermutlich wäre sein Auftritt gar nicht so fragwürdig gewesen, hätte es bei der Debatte nicht Fragen des Publikums gegeben, wie man denn mit anderen muslischen extremistischen Oraganisationen umgehen solle - als Beispiele wurden vom Publikum die Grauen Wölfe, Milli Görüs und die Muslim-Brüder genannt. Und zum Entsetzen nicht weniger Veranstaltungs-Teilnehmer sprach Herr Mazyek plötzlich davon, dass er sich zusammen mit dem "Koordinations-Rat der Muslime" dafür einsetzen wolle, dass solche Gruppierungen zukünftig in den Verfassungsschutz-Berichten nicht mehr aufgeführt werden.

Jetzt wissen wir natürlich alle, dass Aiman Mazyek viel redet, wenn der Tag lang ist, heute so, morgen so - einschließlich der Tatsache, dass er sich auch schon mal selber widerspricht. Aber wenn Herr Mazyek das wirklich ernst gemeint haben sollte, dann sollte man mal langsam darüber nachdenken, ihn als Gefährder einzustufen - denn sich dafür zu engagieren, dass extremistische Organisationen in den Berichten des Verfassungsschutzes nicht mehr genannt werden, kommt faktisch einer Unterstützung für das gefährliche Treiben solcher Gruppierungen gleich.

1 Kommentar:

  1. Freunde der Ummah, dem religiösen Verbund von Muslimen:

    Aiman Mazyek, Vorsitzender des "Zentralrats der Muslime Deutschlands" - "Koordinations-Rat der Muslime" - Graue Wölfe, Milli Görüs und die Muslim-Brüder.

    Da haben wir einige aus der Ummah zusammen, die man in die Pflege und Obhut des Verfassungsschutzes von Bund und Länder geben sollte. Fehlt noch Kenan Kolat, Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD)

    Islamische "Deutsche" mit der Vorgabe aus dem Koran, aus jedem Land der Ungläubigen den Gottesstaat mit Scharia zu machen, brauchen vorsorgliche und geradezu engagierte fürsorgliche Aufmerksamkeit des Staates durch den Verfassungsschutz.

    Und über die EVK, den religiösen Arm der Grünen, braucht man eigentlich nicht mehr viel zu berichten. Bekannt ist, dass sich die EVK gegenüber dem Islam geradezu in peinlicher Regelmäßigkeit anbiedert und nichts auslässt, um sich bei Allahanhängern
    "lieb Kind zu machen"

    EVKu Akbar

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