Freitag, 7. September 2012

Al-Qaida-Salafist durfte an Duisburger Schule unterrichten

Die Rheinische Post erzählt uns heute, dass der von Al-Qaida ausgebildete Salafist Marcel Krass, der auch Kontakte zu den Attentätern von 9/11 unterhalten hat, ein halbes Jahr lang an einem Duisburger Berufskolleg unterrichten konnte - obwohl die Gefährlichkeit von Herrn Krass den Sicherheitsbehörden bekannt war. Was schlimm genug wäre, aber in einem Bundesland, dessen Behörden Salafisten systematisch hätscheln, nun wirklich niemanden mehr überraschen dürfte.

Was die Rheinische Post jedoch verschweigt: Die Gefährlichkeit des Salafisten Marcel Krass war nicht nur den Sicherheitsbehörden bekannt - sie war auch der Öffentlichkeit bekannt. So haben bereits im letzten Jahr der SPIEGEL wie auch die Münstersche Zeitung lang und breit über Herrn Krass berichtet. Die Darstellung der Rheinischen Post, dass der islamistische Hintergrund von Marcel Krass der Leitung des Bertolt-Brecht-Berufskollegs nicht bekannt gewesen sein soll, darf also getrost in Zweifel gezogen werden - oder haben wir uns leitende Mitarbeiter nordrhein-westfälischer Schulbehörden als Deppen vorzustellen, die keine Zeitung lesen?

Um es kurz zu machen: Dass die nordrhein-westfälischen Behörden gefährliche Salafisten "im Visier" haben, glauben wir gerne. Dass die nordrhein-westfälischen Behörden gefährliche Salafisten jedoch auch im Griff haben, glauben wir schon lange nicht mehr.