Montag, 27. August 2012

Wenn Schwätzer andere für sich reden lassen

Schweigender Schwätzer: P. Vogel
"Umso erfolgreicher ein Prediger hier in Deutschland zum Islam ruft und umso mehr Menschen er erreichen kann, desto größer ist meist seine Bekämpfung von den Feinden des Islam, so z.B. im Falle von Deutschlands bekanntesten Islamprediger Pierre Vogel.

Die wohl krasseste Verleumdung von ihm stellt zur Zeit ein äußerst absurder Vorwurf dar: Angeblich soll Pierre Vogel angeboten haben, für 30 000 Euro einen Mord in Auftrag zu geben. Wie lächerlich es auch klingt, da echo-online nun berichtet, dass selbst die Darmstädter Staatsanwaltschaft aus diesem Grunde gegen ihn ermitteln würde, scheint diese Anschuldigung tatsächlich ernst gemeint zu sein!

Ermordet werden soll angeblich ein Islamhasser, der ein Buch mit wüsten Beleidigungen und Verleumdungen gegen den Islam und den Propheten Mohammed (Frieden und Segen seien auf ihm) geschrieben hat.

Ganz davon abgesehen, dass Pierre Vogel selbst unter den Nicht-Muslimen dafür bekannt sein dürfte, dass er zu keiner Übertretung von Gesetzen aufruft und er aus islamischer Überzeugung Selbstjustiz ablehnt, macht diese Geschichte auch deshalb keinen Sinn, weil es sehr viele Menschen gibt, die gegen den Islam und den Propheten Mohammed (Frieden und Segen seien auf ihm) Verunglimpfungen und Beleidigungen verbreiten. Warum sollte man ausgrechnet in diesem Fall mit einem Mordauftrag reagieren?"

(Quelle: "Lawyers Of Truth", Dawa-News, 25.08.12)

Wie schön: Ganze fünf Wochen, nachdem die Staatsanwaltschaft Darmstadt ein Ermittlungsverfahren gegen Pierre Vogel und Abou Nagie wegen des Verdachtes eines Auftrags-Mordes an einem bekannten Islam-Kritiker eingeleitet hat, gibt es also endlich eine Stellungnahme der Salafisten. Und zwar von Pierre Vogels altem Münsteraner 'Spezi' Thomas Göcke alias Ibrahim Irgendwas alias "Lawyers of Truth" - wobei "Lawyers of Untruth" ja vielleicht irgendwie treffender wäre?

Und diese Stellungnahme ist natürlich nichts anderes als das übliche Opfer-Geschwafel, nach welchem die Ermittlungen gegen Nagie und Vogel "absurd", eine "Verleumdung" und natürlich eine "Bekämpfung des Islams" seien. Verräterisch aber ist die Verwendung der Vokabel "Selbstjustiz": Das liest sich so, als ob die Herren Salafisten die Ermordung von Islam-Kritikern ja grundsätzlich ganz in Ordnung finden, so sie denn von irgendeinem Scharia-Gericht beschlossen würde - alles andere jedoch wäre Selbstjustiz und somit "un-islamisch". Nach Akzeptanz der Meinungsfreiheit liest es sich jedenfalls nicht!

Am allerpeinlichsten ist jedoch, wenn Schwätzer, die uns normalerweise mit bis zu sieben Stellungnahmen zu einer längst in mediale Vergessenheit geratenen Dokumentation nerven, plötzlich andere für sich reden lassen und keine eigene Stellungnahme zustandekriegen. Das ist nicht nur peinlich, sondern auch höchst verdächtig.