Samstag, 18. August 2012

Wenn Aiman Mazyek sich zu Wort meldet

"Der Publizist Aiman A. Mazyek sagte im Gespräch mit Oliver Rehlinger, Rassismus dürfe nicht salonfähig gemacht werden. Man müsse die Wahrnehmung schärfen, dass Rassismus ein Verbrechen sei. Alle Demokraten müssten sich vor Rechtsextremisten schützen. Pro Deutschland wolle mit Demonstrationen provozieren, aber es werde ihnen nicht gelingen, Reaktionen mit Gewalt auszulösen."
(Quelle: inforadio.de, 17.08.12)

Hupps - und schon wieder hat Aiman Mazyek eine Chance verpasst, sich von den radikal-islamistischen und terroristischen Salafisten zu distanzieren. Stattdessen hat er am Vorabend von Anti-Salafisten-Kundgebungen nichts Besseres zu tun, als Islam-Kritiker und Salafisten-Gegner als "Rechtsextreme" und "Rassisten" zu bezeichnen. Wobei insbesondere letzteres an Dämlichkeit kaum noch zu überbieten ist, denn der Unterschied zwischen Rasse und Religion sollte selbst Herrn Mazyek geläufig sein. Aber genau diese Art von Unfug lässt aufhorchen: Wer Islam-Kritik als "Rassismus" und somit als Verbrechen bezeichnet, meint damit nicht zufällig, dass die Kritik am Islam ein Verbrechen sei? Das käme einer Sichtweise gleich, die in Ländern wie Kuwait und Saudi-Arabien Staatsräson sein mag - aber in einer aufgeklärten, mitteleuropäischen Demokratie des 21. Jahrhundert nun wirklich nichts, aber auch überhaupt nichts und rein gar nichts verloren hat.

Wir sehen: Wenn Aiman Mazyek sich zu Wort meldet, dann kommen immer häufiger verquere Ausführungen aus ihm heraus, die jegliche glaubwürdige Distanzierung vom radikalen Islam genauso vermissen lassen wie klare und unmissverständliche Bekenntnisse zu Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit. Womit er selber einer der Hauptgründe für das ist, was er - zu Unrecht - als "Islamfeindlichkeit" kritisiert. Denn die von ihm vielbeklagte "Islamfeindlichkeit" ist in Wahrheit nichts anderes als das wachsende Unbehagen der nicht-muslimischen Bevölkerungsmehrheit gegenüber der Aggressivität des Islams. Und seine verqueren Ausführungen sind nun wirklich nicht geeignet, dieses Unbehagen zu zerstreuen.

Im Gegenteil: Selbst gutgläubige Zeitgenossen, die, wie der Betreiber dieses Blogs, früher einmal an die Kompatibilität von Demokratie und Islam geglaubt haben, kommen da plötzlich ins Grübeln.