Montag, 13. August 2012

Was unsere "Anti"-FaschistInnen noch lernen müssen

"Ziemlich unzufrieden zeigten sich einige Salafisten mit den tunesischen olympischen Gewinnern der Gold- und Silbermedaillen. Sie forderten, dem Goldgewinner Mellouli (Freiwasserschimmen) die Staatsbürgerschaft abzuerkennen, weil er öffentlich im Ramadan getrunken habe und dasselbe für die Silbermedaillengewinnerin Ghribi (Hürdenlauf), weil sie halbnackt, mit Turnhemd und Turnhose, an dem Wettbewerb teilgenommen habe. Sie argumentierten, daß die beiden Schande über Tunesien im Angesicht der Weltöffentlichkeit gebracht haben und sie (die Salafisten) sich in ihren Gefühlen verletzt fühlen." (Quelle: tunesientourist.com, 6 Uhr 06)

Unglaublich, aber wahr: Eine tunesische Sportlerin ist bei den Olympischen Spielen "halbnackt", d.h. mit Turnhemd und Turnhose zum Hürdenlauf angetreten. Und nicht im - für Sport so praktischen - Hijab.

In diesem Zusammenhang noch eine kleine Geschichte von der linken Gegen-Demo zum "Marsch der Patrioten" am Samstag in Köln: Dort haben die Salafisten laut Augenzeugen sehr verärgert und verständnislos darauf reagiert, wie unzureichend und somit un-islamisch die weiblichen "Anti"-Faschisten doch gekleidet waren. Da werden unsere GrünInnen und "Anti"-FaschistInnen noch lernen müssen, sich entsprechend anzupassen. Denn wenn GrünInnen und "Anti"-FaschistInnen auch weiterhin mit den Salafaschisten gemeinsam demonstrieren wollen, wird ihnen wohl nichts anderes übrigbleiben, als ihre Frauen komplett zu verhüllen.

Was zumindest bei GrünInnen und "Anti"-FaschistInnen sogar zu begrüßen wäre.