Sonntag, 26. August 2012

Was gibt's Neues in Bochum?

Seit letzten Dienstag, als die Stadt Bochum den Salafisten und dem Vermieter des ehemaligen Nagelstudios in der Eugenstraße die "ungenehmigte Nutzung" desselben als Versammlungsstätte untersagt hat, lautet die 64.000-Dollar-Frage: Halten sich die Herren Salafisten auch daran? Verzichten sie tatsächlich auf die Nutzung ihres illegalen Treffpunktes? Dass einige Zeitungen freudig vermeldet haben, das Problem habe sich dadurch gelöst, dass der Vermieter die Unterschrift unter den Mietvertrag angeblich verweigern will, dürfte da eher irrelevant sein - haben die Salafisten diesen Treffpunkt doch bislang auch ganz ohne Mietvertrag genutzt.

Anwohner behaupten, die Salafisten hätten ihren Treffpunkt bereits (leer-) geräumt - können oder wollen aber keine präzisen Auskünfte geben, wann und in welcher Form dieses geschehen sein soll. Kleine Fenster der "Moschee" sind dennoch zwecks Lüftung gekippt - was bei verlassenen und ungenutzten Gebäuden bekanntlich eher unüblich ist. Ansonsten jedoch sieht man nur, dass man nichts sieht: Alle Fenster dieses ehemaligen Nagelstudios sind mit mehrfachen Lagen aus Papier, Pappe und Stoff vollständig blickdicht und somit uneinsehbar gemacht worden.

Wer diese gleich mehrfach blickdicht gemachten Fenster mit eigenen Augen gesehen hat, der ist beeindruckt davon, welche Mühen sich die Herren Salafisten gemacht haben, damit bloß niemand sehen kann, was wirklich in diesem ehemaligen Nagelstudio vor sich geht. Und wer gesehen hat, wie es noch am Freitag in der Bochumer Eugenstraße von Autos mit getönten Scheiben geradezu gewimmelt hat, der kann sich denken, dass dort anscheinend auch noch andere Herren unterwegs sind, die alles beobachten - aber selber nicht beobachtet werden wollen.

Fazit: Ob die Herren Salafisten nach der Aufforderung durch die Stadt Bochum diesen illegalen Treffpunkt nun auch tatsächlich aufgegeben haben, konnte bislang nicht wirklich überprüft werden - aber für ein laut Presse angeblich "gelöstes" Problem schwirren dort noch immer auffällig viele Salafisten und andere Herren herum.