Mittwoch, 22. August 2012

Wacht die Stadt Bochum langsam auf?

"Am Montag hatte Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch mitgeteilt, dass die Stadt dem Eigentümer und Mietern des Gebäudes in der Eugen-straße darauf hingewiesen habe, „dass jede Nutzung dieser Räume unzulässig ist und unterbleiben muss.“ . . . „Wir werden nicht dulden, dass in einem geschlossenen Geschäft unerlaubte Aktivitäten stattfinden“, erklärte Kratzsch. „Die Sorge der Anwohnerinnen und Anwohner nehmen wir sehr ernst und unternehmen gemeinsam mit der Polizei alles, um ungenehmigte Aktivitäten zu unterbinden." (Quelle: WAZ, 21.08.12)

Nun, das hört sich zumindest schon einmal etwas anders an, als diese abgedroschenen und nichtssagenden Floskeln, die wir immer aus dem NRW-Innenministerium zu hören bekommen. Vielleicht hat man in Bochum ja langsam genug davon, sich immer nur von Sami Aidoudi auf der Nase herumtanzen zu lassen - und ist jetzt tatsächlich gewillt, dessen illegalen Salafisten-Treffpunkt zu schließen?

Bemerkenswert ist übrigens auch, was ein Bochumer SPD-Landtagsabgeordneter namens Serdar Yüksel gesagt hat: "Ich habe seinen (Samir Aidoudis, Anm. d. Blog-Betreibers) Aufenthalt nicht juristisch zu bewerten, aber für diesen Mann darf kein Platz in Deutschland sein. Niemand wird gezwungen, in Deutschland zu leben." Ferner sagte Yüksel, "wer sich außerhalb der Verfassung stelle, müsse mit der ganzen Härte des Gesetzes rechnen".  

Wenn man so etwas liest, traut man seinen Augen nicht mehr - Mönchengladbacher SPD-Politikerinnen gleichen Namens hätten niemals solche klaren Worte gefunden! Trotzdem bleibt abzuwarten, ob die Bochumer SPD tatsächlich etwas gegen die Salafaschisten tun will: Würden Bochumer SPD-Politiker etwas gegen die Salafisten tun, so wären sie die ersten SPD-Politiker überhaupt, die etwas gegen Salafisten unternehmen. Und sich das von jetzt auf gleich vorstellen zu können, ist trotz Herrn Yüksels klaren Worten doch etwas viel verlangt.