Dienstag, 7. August 2012

Himmel, hilf!

"Der in Hessen lebende Angeklagte war unter dem Verdacht des dreifachen versuchten Mordes in Untersuchungshaft gekommen. Dieser ursprünglich bestehende Verdacht habe sich durch die Ermittlungen nicht belegen lassen, erklärte die Bonner Staatsanwältin Vanessa Weber am Dienstag. Der Angeschuldigte habe eine Tötungsabsicht bestritten." (Quelle: Express.de, 13 Uhr 33)

Habe ich das richtig verstanden? Der Salafist bestreitet die Tötungsabsicht - und deshalb könne Frau Staatsanwältin Weber ihn nicht wegen versuchten Mordes anklagen?

Nun, abgesehen davon, die Schlagader treffen zu wollen, gibt es keinen einzigen Grund, weshalb ein Angreifer im Oberschenkel zu Schnitten ansetzen sollte. Und abgesehen davon, den Angegriffenen töten zu wollen, gibt es keinen einzigen Grund, die Schlagader im Oberschenkel treffen zu wollen. Hinzu kommt, dass Schnitte im ungeschützten Oberschenkel der Polizisten die Frage aufwerfen, ob der Attentäter für Attacken dieser Art speziell ausgebildet wurde?

Aber das ist nur rationale Logik. Und rationale Logik ist etwas kaltes, männliches. Und somit im Gegensatz zu den treuherzigen Versicherungen eines jungen Salafisten nicht geeignet, das verständnisvolle Herz einer Frau zu erreichen.

Himmel, hilf . . . . . solche "Wir können niemand für etwas anklagen, was derjenige bestreitet"-Geschichten mutet uns ja nicht einmal die Mönchengladbacher Staatsanwaltschaft zu!