Mittwoch, 29. August 2012

Getroffene Hunde bellen

Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendwelche Links-Politiker oder Vertreter von Migrantenverbänden betonen, Rassismus und Rechtsextremismus seien "in der Mitte der Gesellschaft angekommen" und müssen massiver denn je bekämpft werden. So, als stünde das 4. Reich unmittelbar vor der Tür, weil die Deutschen nun einmal ein unbelehrbares Nazi-Volk seien und ständig lautstark nach dem nächsten Adolf rufen würden.

Wirklich beeindruckend jedoch ist die Geduld und die Gutmütigkeit, mit der die deutsche Bevölkerung diese Stigmatisierung ihrer selbst seit Jahren erträgt: Obwohl faktisch ein ganzes Volk massiv stigmatisiert wird, beschwert sich so gut wie niemand. Vielleicht spielt da die Gutmütigkeit des deutschen Michels eine gewisse Rolle, vielleicht spielen Schuldgefühle wegen der Shoah immer noch eine Rolle, vielleicht ist es ja auch so, dass viele Deutsche inzwischen so gut "erzogen" sind, dass sie unmittelbar nach dem Schlußpfiff eines Fußballspieles sofort ihre schwarz-rot-goldene Flagge vom Balkon holen, aus Angst, man könne sie sonst für "Nazis" halten. Vielleicht ist es aber auch ganz einfach so, dass 99% der deutschen Bevölkerung Nicht-Nazis sind und sich somit von solchen lächerlichen Stigmatisierungen gar nicht angesprochen fühlen?

Bei gewissen Migrantenverbänden sieht das anscheinend völlig anders aus: Am 21. September soll eine neue Kampagne der vom Bundes-Innenministerium ins Leben gerufenen "Initiative Sicherheitspartnerschaft" starten. Hierbei sollen großflächige Anzeigen in Hamburg, Berlin und Köln vor dem Abrutschen muslimischer Jugendlicher in die salafistische Terror-Szene warnen. Auch wenn die Salafisten namentlich nicht genannt werden, weiß durch die Verwendung solcher Begriffe wie "religiöse Fanatiker" und "Terrorgruppen" natürlich jeder sofort, dass nur die Salafisten damit gemeint sein können. Und dass viele muslimische Jugendliche in die Salafisten-Szene abrutschen, einige von ihnen auch zum Jihadisten werden, ist nun einmal eine beunruhigende Realität.

Eine Partnerschaft muslimischer und nicht-muslimischer Deutscher, die muslimische Jugendliche besser schützen und gefährlichen Salafisten das Wasser abgraben soll: Eine gute Idee - könnte man meinen. Aber das Interesse von Migrantenverbänden, solchen Gefahren zu begegnen, ist anscheinend sehr gering - stattdessen reagiert man mal wieder beleidigt: Kenan Kolat, SPD-Mitglied und Vorsitzender der "Türkische Gemeinde in Deutschland" (TGD), polterte sofort los und behauptete, die Plakat-Aktion sei "ohne Wenn und Aber eine Stigmatisierungskampagne gegen alle Menschen muslimischer Herkunft. Denn ohne jede Differenzierung stigmatisiert sie nicht nur die religiösen Muslime, sondern alle Menschen muslimischer Herkunft, als ob diese Bevölkerungsgruppe grundsätzlich gegen Radikalismus geschützt werden muss."

Den "Vogel abgeschossen" jedoch hat ein Herr namens Serkan Tören, integrationspolitischer Sprecher der FDP, der beklagte, diese Kampagne würde Ressentiments schüren, weil "der Islam in die Nähe des Terrorismus" gebracht würde. Eine Aussage, die an Dämlichkeit nicht mehr zu überbieten ist und sich so anhört, als wolle Herr Tören uns damit sagen, dass Christen und Juden für den Terrorismus verantwortlich seien.

Was Kolat, Tören & Co. jedoch mal wieder vergessen: Sie selbst sind diejenigen, die uns immer wieder daran erinnern, dass man Islam und Terrorismus nun mal eben nicht völlig voneinander separieren kann. Denn der deutsche Michel würde die Geschichte von den zu 99% friedlichen Muslimen nur zu gerne glauben, und zwar aus dem gleichen Grunde, weswegen er auch sofort nach jedem Fußballspiel seine schwarz-rot-goldene Flagge vom Balkon holt: Weil er keine Lust auf ständige Grundsatzdebatten hat und einfach nur mit seinen Mitmenschen in Frieden leben will.

Aber er möchte auch nicht in ständiger Angst vor seinen Mitmenschen leben. Und wenn der deutsche Michel in der Zeitung lesen muss, dass deutsch-türkische Jugendliche immer mehr mit den Salafisten sympathisieren, wenn dazu jede selbstkritische Stellungnahme von Migrantenverbänden ausbleibt, wenn überhaupt jede glaubwürdige Distanzierung von den Salafisten ausbleibt, sich aber Migrantenverbände weniger als zwei Wochen später lautstark und beleidigt beschweren, nur deshalb, weil nichts anderes gemacht wird als vor dem Abrutschen muslimischer Jugendlicher in die Salafisten-Szene zu warnen, dann kann selbst der gutmütigste deutsche Michel nicht mehr glauben, dass Muslime nichts mit dem Islam und der Islam nichts mit dem Terrorismus zu tun haben. Denn dann kommt selbst dem gutmütigsten deutschen Michel nur noch ein altes deutsches Sprichwort in den Sinn, welches da lautet: Getroffene Hunde bellen.

1 Kommentar:

  1. So wie ich die Migrantenverbände jetzt verstanden habe, erkenne ich dass sie gar nicht wollen das sich die in Deutschland lebenden Muslime integrieren sollen und sie aus diesem Grund auf die Tränendrüse drücken, oder die Nazikeule hervorholen, um für sich den besten Gewinn durch ihren geringsten Einsatz zu ernten.

    Jüngstes Beispiel ist der Vorstoß dass überall in Deutschland der Islamunterricht eingeführt werden soll, ein älteres Beispiel ist die Studie die besagt dass sich die meisten Muslime in Deutschland überhaupt nicht integrieren wollen. So ist durch die Migrantenverbände unter Mithilfe deutscher Politiker zwangsläufig eine Parallelgesellschaft entstanden, welche sie verursacht haben.

    Der Wille sich in Deutschland zu integrieren sieht anders aus, und gute Beispiele gibt es genug, wie es die Menschen zeigen die nicht durch die Migrantenverbände beeinflusst werden und sich durch den eigenen Willen in Deutschland eingegliedert haben.

    Mein Fazit, diese Integration hat auf ganzer Linie versagt und Deutschland wird durch die fehlende Integrationsbereitschaft in zwei radikale Klassen zerfallen, wo der Islam mit seinen Folgeerscheinungen einen sehr großen Anteil tragen wird. Die Gefahr geht hier eindeutig von denen aus, die in Deutschland eine Parallelgesellschaft fördern oder wünschen dass sie sich weiter verbreitet, welche vielerorts durch ihre Existenz schon sehr oft in den negativen Schlagzeilen gestanden hat.

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