Samstag, 18. August 2012

Ein Innenminister versagt - mal wieder

Abgetaucht: Jäger (Foto SPD)
"Die Bochumer Polizei habe „seit Anfang August“ Hinweise, dass  an der Eugenstraße „eine religiöse Einrichtung respektive eine Begegnungsstätte geschaffen wurde“, bestätigte gestern ein Sprecher. Dies sei auch „unverzüglich anderen Sicherheitsbehörden und Aufsichtsbehörden mitgeteilt worden“. Statt des Verfassungsschutzes hatten Bochumer Bürger Verdacht geschöpft. Als immer mehr Muslime in der Eugenstraße auftauchten, informierte eine Anwohnerin die Stadt. Seitdem hat nach Informationen der WAZ auch der Verfassungsschutz die Moschee im Blick." . . . . "Versprechen des Innenministers ernten hier Hohn und Spott. „Von wegen Schutz: Wir werden alleingelassen und müssen uns selbst helfen.“ Ein Plan kursiert: Uwe S. Geld anbieten und das Ladenlokal abkaufen. „Vielleicht sind wir die Moschee dann los.“ Und eines sei noch wichtig: „Wir kommen gut klar mit Ausländern. An der Ecke ist eine andere Moschee. Die Leute sind nett. Aber diese Salafisten wollen wir hier nicht haben. Die gefährden uns und unsere Kinder.“

So etwas muss man sich erst einmal klarmachen: Der vermeintliche Ex-Leibwächter von Osama bin Laden und Terror-Drahtzieher Sami Aidoudi kann nicht nur, ohne abgeschoben zu werden, völlig unbehelligt in Bochum leben. Schlimmer noch: Er plante laut WAZ in einem ehemaligen Nagelstudio eine sog. "Gebetsstätte" zu eröffnen. Na ja: Was man in diesen Kreisen so als "Gebetsstätte" bezeichnet - die Bezeichnung Terror-Schule dürfte da wohl wesentlich treffender sein. Und der Verfassungsschutz und das Landes-Kriminalamt wussten mal wieder von nichts - es ist vielmehr aufmerksamen Bürgern zu verdanken, dass unsere Behörden jetzt Bescheid wissen.

Und, am Rande erwähnt: Das rührende Märchen, welches uns Herr Flade in der "Welt" über angeblich nach Ägypten "geflohene" Salafisten erzählt hat, dürfte damit endgültig als plumpe "Nebelkerze" entlarvt sein. Denn Repräsentanten der Solinger Salafisten-Szene wurden in Bochum bereits von Ermittlern gesichtet und wiedererkannt.

NRW-Innenminister Jäger (SPD), der in Sachen Sami Aidoudi bislang nur große Töne gespuckt hat, schweigt natürlich zu dem erneuten Versagen seiner Behörden. Bislang hat er keine einzige Frage der WAZ hierzu beantwortet. Vermutlich deshalb, weil das Versagen seiner Behörden auch sein Versagen ist. Und als Bürger kann einem nur noch angst und bange werden, wenn man sieht, welchen Auslauf salafistische Terroristen während der Amtszeit von Ralf Jäger in Nordrhein-Westfalen so haben. Genau wie in Mönchengladbach müssen aufmerksame Bürger den Job machen, den Herr Jäger und seine Behörden nicht machen - und genau so wie in Mönchengladbach taucht Herr Jäger einfach ab und lässt eben diese mutigen und aufmerksamen Bürger im Stich.

Unglaublich, aber wahr.