Samstag, 25. August 2012

Die Christenverfolgung in Ägypten geht weiter

Auch wenn die Bochumer Ereignisse natürlich näher und somit interessanter sind, so sollte dennoch zwischendurch mal kurz daran erinnert werden, dass die brutale Verfolgung ägyptischer Christen durch Salafisten unverändert weitergeht:

"Sie beschiessen und plündern deren Häuser und Läden. Kinder werden geraubt und erst gegen hohes Lösegeld wieder frei gelassen. Die Terroristen bezeichnen das als Tribut, den Christen nach islamischem Recht zu entrichten hätten." . . . "Der Islamexperte berichtet auch über die antichristliche Hetze in TV-Programmen und Internetseiten. Christen wird unterstellt, sie planten eine Verschwörung und wollten das Hauptquartier der Muslimbrüder in Brand stecken. Für das kommende Wochenende rechnet der Ägyptenexperte mit antichristlichen Ausschreitungen, weil Salafistenprediger Scheich Chaled Abdallah die Muslime dazu aufgefordert hat, „die Verschwörung im Keim zu ersticken'."
(Quelle: factum-magazin.ch, 22.08.12)

Natürlich ist es höchst fraglich, ob sich tatsächlich etwas ändern würde, wenn Deutschland und/oder die USA die in Ägypten regierenden Muslim-Brüder nicht mehr unterstützen würden: Die Muslim-Brüder unterscheiden sich im Prinzip nur dadurch von den Salafisten, dass sie ihre Ziele nicht so offen kundtun - aber soo viel anders sind deren Ziele nun mal nicht. Somit gibt es keinen wirklichen Grund für die Muslim-Brüder, in irgendeiner Form gegen die Christenverfolgung der Salafisten einzuschreiten. Trotzdem ist es unerträglich, dass ein amerikanischer Präsident und ein deutscher Außenminister eine Regierung großzügig unterstützen, die eine Verfolgung von Christen ganz offensichtlich billigt.