Samstag, 11. Februar 2012

Ende eines schrecklichen Kapitels

"Wir haben es hier mit einem islamistischen Anschlag zu tun“, stellte der Vorsitzende Richter Thomas Sagebiel in seiner Urteilsverkündung fest."
"Arid Uka hatte die Tat von Prozessbeginn an eingeräumt. Er habe sich seit seinem 16. Lebensjahr zunehmend mit seiner Religion, dem Islam, beschäftigt und sich auf zumeist salafistischen Propagandaseiten selbst radikalisiert."
"Die besondere Schwere der Schuld, so Sagebiel, resultiere vor allem aus den fürchterlichen Folgen für die Hinterbliebenen und die überlebenden Opfer, die ihr Leben lang an den Folgen der Tat leiden werden.
Arid Uka selbst, der wenige Tage vor dem Urteil 22 Jahre alt geworden war, nahm das Urteil in gewohnter Teilnahmslosigkeit entgegen." (Quelle:
Frankfurter Rundschau, 10.02.12)

Damit hat Herr Sagebiel zweifelsfrei recht - schon alleine dieser Aspekt rechtfertigt die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Aber auch ein anderer Aspekt sollte nicht vergessen werden, auf welchen Richter Sagebiel heute noch einmal hingewiesen hat: Arid Uka hat von hinten auf seine unbewaffneten Opfer geschossen - worin sich die ganze Niederträchtigkeit dieses Anschlages ausdrückt. Die Arglosigkeit der Opfer ist ein typisches Merkmal islamistischer Terror-Anschläge; Nichts zeigt deutlicher, wie feige diese "Allahu akbar" brüllenden Mörder in Wahrheit doch sind.

Aber lesen wir erst einmal weiter, was Richter Sagebiel in seiner Urteilsbegründung sonst noch gesagt hat:

"Diese Haltung ist sittlich auf der tiefsten Stufe“, erklärte der Richter. „Der Angeklagte wusste, dass die Soldaten nicht bewaffnet waren und nicht mit einem Angriff rechneten“, sagte Sagebiel."
"Außerdem habe Uka noch mehr Soldaten töten wollen. Seit 2010 habe Uka zunehmend radikalere Ansichten vertreten und etwa die Tötung von US-Soldaten, Selbstmordattentate und den sogenannten Märtyrertod befürwortet. Bei seinem Anschlag habe er mit seinem Tod gerechnet und sich selbst als potenziellen Märtyrer gesehen."
"Sagebiel drückte den Hinterbliebenen der Opfer sein „tiefstes Mitgefühl aus“. Er würdigte die Aufgaben der ISAF in Afghanistan. „Die Soldaten verdienen - auch wenn man politisch anderer Meinung sein sollte - für ihren persönlichen Einsatz und Mut unseren höchsten Respekt.“
Sie anzugreifen, sei „feige und hinterhältig“ und füge dem Ansehen der Bundesrepublik und ihrer Freundschaft zu den USA größten Schaden zu. Er hoffe, dass die Verurteilung den Angehörigen „einen gewissen Trost spendet und sie keinen Groll gegen Deutschland und die Menschen hier hegen."
(Quelle: Stuttgarter Nachrichten, 10.02.12)

Für diese Worte verdient Richter Thomas Sagebiel großen Dank; In einem Land, in dem Opfer von Neo-Nazis als "Opfer 1.Klasse" behandelt werden, nicht-muslimische, gar amerikanische oder israelische Opfer islamistischer Gewalt jedoch zumeist nur Ignoranz und Gleichgültigkeit erfahren, sind solche Worte nicht selbstverständlich. Leider.

Aber auch sonst war Richter Sagebiel ein Glücksfall für diesen Prozeß; Der Herausforderung, die ein Prozeß mit einer solchen Brisanz darstellt, ist er für mein laienhaftes Verständnis in ausnahmslos allen Punkten gerecht geworden.

Das die Revision, von der Ukas Anwältin heute nachmittag gesprochen hat, Erfolg haben wird, wage ich zu bezweifeln; Für mich ist diese Aussage nur das "Nachtreten" einer Anwältin, die einen feigen Mörder vertreten hat und im Verlauf des Prozesses mehrfach versucht hat, etwas anderes aus ihm zu machen - glücklicherweise vergeblich.

Mehr als 11 Monate nach diesem schrecklichen Anschlag, bei dem zwei junge Männer getötet wurden, von denen einer der beiden eine Witwe mit zwei Kindern zurückgelassen hat, bei dem andere Opfer verletzt wurden, der eines davon für den Rest seines Lebens gezeichnet hat, würde ich dieses Thema auf diesem Blog gerne abschließen.

Über das Urteil bin ich natürlich sehr erleichtert. Aber weil dieser Anschlag auch für viele Mönchengladbacher Salafisten-Gegner ein großer Schock war, sollte ich ehrlich zugeben, dass ich auch erleichtert darüber bin, dieses Thema nunmehr abschließen zu können. Und das letzte Wort in der Berichterstattung zu diesem schrecklichen Anschlag und zum Prozeß gegen Arid Uka möchte ich gerne den Angehörigen der Opfer überlassen.

Bob Cuddeback, Vater des feige ermordeten Zachary R. Cuddeback, sagte telefonisch aus New York, er sei froh über die Arbeit der deutschen Justiz: "Ich weiß, das er die längstmögliche Strafe bekommen hat, die in Deutschland verhängt werden kann. Aber es wird uns Zachary und Nicholas nicht zurückbringen. Nichts wird uns die beiden zurückbringen". Aber Mr. Cuddeback sagte auch, dass er immer noch sehr enttäuscht darüber sei, dass die amerikanischen Behörden nicht mehr für eine Auslieferung Ukas in die USA getan haben.

"Ich bin zufrieden. Uns ist eine große Last von unseren Schultern genommen worden." Das sagte Joe Alden, der Bruder des von Arid Uka feige durch einen Kopfschuss ermordeten Nicholas J. Alden, heute nach der Verkündung des Urteils. Und: "Ich denke, er hat bekommen was er verdient und ich denke, dass der Richter einen guten Job gemacht hat. Ich wünschte, es wäre mehr möglich gewesen - aber er hat das Maximum bekommen."

1 Kommentar:

  1. Aber lesen wir erst einmal weiter, was Richter Sagebiel in seiner Urteilsbegründung sonst noch gesagt hat:
    "Sagebiel drückte den Hinterbliebenen der Opfer sein „tiefstes Mitgefühl aus“.
    Sie anzugreifen, sei „feige und hinterhältig“ und füge dem Ansehen der Bundesrepublik und ihrer Freundschaft zu den USA größten Schaden zu. Er hoffe, dass die Verurteilung den Angehörigen „einen gewissen Trost spendet und sie keinen Groll gegen Deutschland und die Menschen hier hegen."

    ... erstaunliches aus dem Munde eines Richters!
    Hier hätte ich einmal klare, unmissverständliche Worte gehört aus Richtung der politischen Hierachie des Deutschen Staates in der Reihenfolge:

    a) Bundespräsident
    b) Bundeskanzlerin
    c) Außenminister

    ... aber nichts gehört. Absolutes Schweigen. In der überwiegend linken Presse als Nebenbei-Artikel und Seitenauffüller nur mal kurz erwähnt...

    Und "unser" erster Deutscher Bundesmuslimenpräsident, Mustafa Wulff, im besonderen als "der erste Bürger des Staates", der die moralische Fahne Deutschlands hochhalten soll ...?

    Wiederum schweigen ... das war immerhin ein muslimischer Mitbürger, Herr Wulff. Einer der nach Sprachgebrauch der Politik als voll integriert angesehen wurde  ...da hat es Herrn Wulff ganz einfach die Sprache verschlagen und ist offensichtlich in Belleveu klammheimlich abgetaucht ... ist auch am bequemsten, wenn man man der Wahrheit entfliehen will.
    Im Übrigen sollte man den Begriff "voll integriert" mal neu definieren - und zwar an der Realität. "Voll integriert" heißt nicht anderes: man ist als Migrant dabei, sämtliche Sozialleistungen des Staates bis zum Rande ohne Zeitlimit abzuschöpfen - "voll integriert" im Sozialnetz.  

    AntwortenLöschen