Freitag, 27. Januar 2012

Das Irrlichtern der "Rheinischen Post" in Sachen Arid Uka

"Die Furcht vor unkalkulierbaren Anschlägen aus dem Nichts hat mit der zunehmenden "Selbstradikalisierung" scheinbar harmloser Bürger zu tun, die vermeintlich unverdächtig ihrer Arbeit nachgehen und von keinem Geheimdienst auf ihrem Weg in den Terror beobachtet werden können. Seit dem vergangenen Frühjahr ist das keine theoretische Gefahr mehr. Seit Arid Uka, jenem Aushilfsjobber bei der Flughafenpost in Frankfurt, der plötzlich eine Waffe zog und zwei amerikanische Soldaten tötete – als sein persönlicher Beitrag zum Dschihad. Der Islamist war zuvor nirgendwo einschlägig aufgefallen. Er hatte sich nach Erkenntnissen der Fahnder ein Video eines jemenitischen Hasspredigers auf seinen Rechner geladen und daraufhin den finalen Entschluss zur Tat gefasst."
(Quelle: "Der Dschihad spricht deutsch" von Gregor Mayntz, RP-Online, 25.01.12)

Interessant: Hätte Herr Mayntz von der Rheinischen Post nicht vom "Video eines jemenitischen Hasspredigers" geschrieben, so hätte seine Darstellung auffällige Ähnlichkeit mit der Darstellung von Arid Ukas Verteidigung. Denn die hatte ja bekanntlich die Chuzpe, Arid Ukas feige Morde als nicht religiös begründete "humanitäre Tat" darzustellen, welche dadurch ausgelöst wurde, dass er angeblich ein islamistisches Propaganda-Video gesehen haben soll, in welchem amerikanische Soldaten eine Muslima vergewaltigt hätten.

Was die Darstellung der Rheinischen Post und die von Arid Ukas Verteidigung jedoch gemein haben, ist diese rührende Geschichte vom "selbstradikalisierten" Einzeltäter, der so ganz plötzlich "aus dem Nichts" kommt. Die schon deshalb kaum glaubhaft ist, weil auch ein Einzeltäter eine Waffe braucht - und von wem Arid Uka seine Waffe bekommen hat, ist bis heute ungeklärt. Hinzu kommt, dass Arid Uka allen seinen Opfern gezielt in den Kopf geschossen hat - denn das ein "selbstradikalisierter" Einzeltäter, der ja angeblich nie geschossen und seinen Entschluß zur Tat so ganz kurzfristig gefasst hat, dazu fähig sein soll, ist wahrlich eine sehr märchenhafte Geschichte.

Nein, die Darstellung der durch das Internet ausgelösten "Blitz-Radikalisierung" Ukas war nie wirklich glaubhaft. Die Schlussfolgerung einer am 15.01.12 ausgestrahlten WDR-Dokumentation von Ahmet Senyurt, dass es dem Verfassungsschutz trotz genügender Hinweise nicht gelungen sei, Arid Uka rechtzeitig zu enttarnen, dürfte da wohl deutlich näher an der Realität sein.

Aber spätestens seit Franz Feyders am 16.01.12 in den Stuttgarter Nachrichten veröffentlichtem Beitrag über Arid Ukas Bosnien-Aufenthalt und den bosnischen Terror-Camps, der ja bekanntlich dem Prozeß gegen Arid Uka eine völlig neue Richtung gegeben hat, hat sich der gesamte deutsche "Blätterwald" von der BILD-Zeitung bis hin zur F.A.Z. natürlich von der Geschichte des selbstradikalisierten Einzeltäters verabschiedet.

Der gesamte deutsche Blätterwald? Nein, eben nicht - denn wie wir anfangs lesen durften, versucht uns die Rheinische Post wider aller Indizien immer noch die alte Geschichte vom selbstradikalisierten Einzeltäter aufzuschwatzen. Und das ist nun wirklich nicht das erste Mal, dass die Rheinische Post in der Berichterstattung zu Arid Ukas Anschlag etwas "irrlichtert".

Erinnern wir uns: Nur einen Tag nach diesem schrecklichen Anschlag konnten wir hier über die Internet-Kontakte Arid Ukas zur Frankfurter Salafisten-Szene lesen, hier mußten wir gar lesen, dass die Kontakte Ukas ein "regelrechtes 'Who is Who' des deutschen Salafismus" seien. Und zu unserem Entsetzen mußten wir auch hier und hier lesen, dass Arid Uka nicht nur mit den Mönchengladbacher Salafisten sympathisierte - sondern vor seinem feigen Attentat auch Kontakte mit ihnen hatte.

Aus "der Reihe getanzt" ist damals lediglich die Rheinische Post, die in ihrer Salafisten-Berichterstattung Arid Uka konsequent unerwähnt gelassen hat, in ihrer Berichterstattung über Arid Uka hingegen so gut wie nichts von den Salafisten erzählt hat. Kurz: Man hat einfach so getan, als ob Arid Uka und die Salafisten nichts miteinander zu tun hätten.

Welchen konkreten Grund es hat, dass uns die Rheinische Post bei allem, was mit Salafisten zu tun hat, immer mehr verschweigt als erzählt, wissen vermutlich nur der liebe Gott und die Redakteure der Rheinischen Post. Der Betreiber dieses Blogs weiß nur, dass die Funktion einer freien Presse in einer Demokratie nicht darin besteht, unbequeme Wahrheiten zu verschweigen - sondern darin, sie zu erzählen.

Kommentare:

  1. Salafistenprediger Abu Hamza alias Pierre Vogel, so wie er das Attentat sieht:

    Natürlich ist mein Name immer schon "Hase" gewesen ... bin unschuldig ... kann ich alles nicht verstehen, wie der sich radikalisiert hat.... das schadet nur allen Muslimen ... Und sogar die Mutti von Pierre Vogel war außer sich und hat ihren Pierre zum Frankfurter Attentat angerufen und war stocksauer auf die Presse (Express), die doch tatsächlich schrieb: "Soldatenmörder war Fan von Hassprediger Pierre Vogel" ...

    Ja, so ist die Mutti von Pierre - glaubt immer an das "Gute" in ihrem Pierre und ist mittlerweile auch konvertiert. Natürlich zum Salafismus von Sohnemann Pierre.

    Statement & Herausforderung der Medien zum Vorfall am 02.03.11/Frankfurter Flughafen - Pierre Vogel

    http://www.youtube.com/watch?v=9TAUGvw7a74

    Hochgeladen von: diewahrheitimherzen2 am 06.03.2011

    Salafisten - Islamisten: ... die "Wahrheit im Herzen" und die Taqiya ständig griffbereit im Gepäck.

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  2. Wenn die Medien die Wahrheit
    schreiben würden und wir diese
    nicht glauben könnten, wären
    wir dumm, verbreiten sie aber
    Lügen an die wir nicht glauben,
    dann befinden wir uns auf der
    richtigen Seite!

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