Montag, 14. März 2011

Was sonst noch erwähnenswert wäre

zuerst veröffentlicht im Kommentar-Bereich des RPO-Artikels "Salafisten attackieren die Presse"

Der Chef der BI hat mehrere Mitglieder der IgS mit Handschlag begrüßt und die IgS zur Teilnahme an der BI-Demo am 26.03. eingeladen. Ich denke, dass diese Geste Erwähnung und Anerkennung verdient, denn das war ja bekanntlich nicht immer so.

Ein - auch im Forum - allseits bekannter Salafisten-Gegner hingegen hat seine Mitstreiter weder begrüßt, noch mit ihnen gesprochen. Statt dessen hat er sich zu den Salafisten gestellt. Während der Rede von Pierre Vogel stand er demonstrativ nur wenige Meter daneben in einer Gruppe von Salafisten. Bei mir hat dieses Verhalten nur Entsetzen und Fassungslosigkeit ausgelöst - da fehlt mir jedes Verständnis.

Und da war noch die Presse-Sprecherin der IgS, die sich während des martialischen ''Allahu akbar''-Gebrülles völlig unbeeindruckt niedergekniet hat und laut das ''Vater unser'' gebetet hat. Mir ist bewusst, dass es Menschen gibt, die damit nichts anfangen können. Aber für mich war diese Tat das einzige heute, was mich wirklich beeindruckt hat.

Ansonsten bleibe ich bei meinem Urteil: Eine gespenstische Groteske zu Lasten des Steuerzahlers.

Unfreiwillige Werbe-Veranstaltung der Salafisten-Gegner

zuerst veröffentlicht im Kommentar-Bereich des RPO-Artikels "Salafisten attackieren die Presse"

Sorry, aber ich war von dieser Veranstaltung wenig beeindruckt. Die Reden von Lau und Vogel hatten sprachlich und inhaltlich wenig zu bieten, mir ist unverständlich, warum Vogel als ''charismatischer Prediger'' bezeichnet wird. Als der BI-Chef gegenüber einem Gesprächspartner von einer ''Werbeveranstaltung für die Salafisten-Gegner'' gesprochen hat, habe ich ihm sofort zugestimmt.

Ansonsten: Vollvermummte Frauen mit Sonnenbrille beschwerten sich über ''Belästigung'', wenn man sie als Mann nur angeguckt hat. Einem Mann wurden von einem bärtigen Salafisten sogar Prügel angedroht, nur weil er es wagte, eine solche Frau nur anzugucken.

Das martialische ''allahu akbar''-Geschrei mag zwar der Einschüchterung dienen, kann aber trotzdem schnell lächerlich werden. Und als sich zum Ende der Veranstaltung die Salafisten vor dem RP-Gebäude lautstark über die ''Hetze'' von RP/RPO beschwerten, musste ich fast loslachen, denn schließlich haben die Salafisten es RP/RPO zu verdanken, dass ihre haltlose Darstellung des Vorfalles von letzter Woche überhaupt Gehör gefunden hat.

Fazit: Eine - wenngleich unfreiwillige - Werbe-Veranstaltung der Salafisten-Gegner. Wäre da nicht das riesige Polizei-Aufgebot gewesen. Das ist ärgerlich, denn die Kosten für dieses Spektakel müssen wir Steuerzahler übernehmen.

Da sollte dann doch die Frage erlaubt sein: Wann wird diesen Salafisten endlich mal klargemacht, dass wir sie hier in dieser Stadt einfach nicht wollen?

Mittwoch, 9. März 2011

Journalismus hat was mit Verantwortung zu tun

zuerst veröffentlicht im Kommentar-Bereich des RPO-Artikels "Salafisten: Ärger wegen Nazi-Bezeichnung"

Ich stelle fest: 2 Tage lang hat RP/RPO völlig unkritisch und unhinterfragt die absurden Beschuldigungen von Sven Lau ''unters Volk'' gebracht.

Ergebnis: Die schlimmste Eskalation, die wir in Sachen Salafisten je hatten. Auch der Tonfall zwischen den Salafisten-Gegnern und den Salafisten-Gegnern-Gegnern war noch nie so scharf und aggressiv wie in den letzten Tagen. Mönchengladbach wurde plötzlich als ''Nazihausen'' bezeichnet, man musste grauenvolle Dinge lesen über ''Mönchengladbacher Nazi-Traditionen''. Ich habe ja von Anfang an die Vermutung geäußert, dass uns Lau/RPO hier ''einen Bären aufbinden'' und Mönchengladbach völlig zu Unrecht als ''Nazi-Stadt'' dargestellt wird. Und jetzt, völlig unschuldig, so, als sei nichts geschehen, präsentiert man uns doch die Wahrheit. So scheibchenweise halt! Und das ist nichts anderes als das, was die meisten von uns ohnehin von Anfang an vermutet haben. Plötzlich gibt auch RPO zu, dass die Salafisten Schlagstöcke hatten - was der WZ-Leser schon vor 2 Tagen wusste.

Dass Mönchengladbach Schaden genommen hat, ist nicht mehr zu ändern. Unsere Stadt wird jetzt - völlig zu Unrecht - mit Nazi-Übergriffen in Verbindung gebracht. Ich bin einfach nur noch entsetzt und fassungslos über solche Formen von Journalismus!

Montag, 7. März 2011

Nur um das zu verstehen . . .

zuerst veröffentlicht im Kommentar-Bereich des RPO-Artikels "Islam-Prediger Lau wird von Karnevalisten attackiert"

Wenn ein Anhänger der Salafisten einen Anschlag mit Todesopfern verübt, dann ist das unserer Zeitung keine Erwähnung wert. Aus der Rheinischen Post habe ich jedenfalls nicht erfahren, dass der Frankfurter Attentäter ein Anhänger ''unserer'' Salafisten war. Wenn aber Sven Lau behauptet, er sei angeblich von irgendwelchen Karnevalisten, welche aber vielleicht auch "Neo-Nazis" sein könnten, verprügelt worden und hätte sich dabei angeblich auch böse Parolen anhören müssen, dann haben wir natürlich sofort das gewünschte Geschrei und den entsprechenden Zeitungsartikel. Mit Verlaub: Das ist eine lächerliche Posse. Ein noch peinlicherer Versuch, die Salafisten zu ''Opfern'' zu machen, ist ja schon gar nicht mehr vorstellbar!

Da komme ich doch lieber auf das eigentlich wichtige Ereignis zurück, nämlich zur Bilanz des Frankfurter Attentates: 2 Tote und 2 Schwerverletzte. Dass es kein viel schlimmeres Blutbad gab, lag nur daran, dass die Waffe des Attentäters plötzlich Ladehemmung hatte. Und nur einen Tag später mussten wir in vielen Medien lesen, dass es sich bei diesem selbsternannten Jihadisten um einen Anhänger von Pierre Vogel und Sven Lau handelte.

So schrecklich ich diesen Anschlag auch finde, ich hoffe dennoch, dass jetzt mehr Menschen begreifen, dass die Salafisten in Mönchengladbach kein rein Mönchengladbacher Problem sind. Wobei viele Menschen das ja schon vor dem Attentat begriffen haben - nur die Politiker, die in Mönchengladbach regieren, wollen es einfach nicht zur Kenntnis nehmen. Es ist gerade mal 2 Monate her, dass unser OB gesagt hat, das Problem mit den Salafisten sei von ''den Medien aufgebauscht''. Jetzt sind die ersten Menschen tot, ermordet durch einen Attentäter, der von den Mönchengladbacher Salafisten beeinflusst war. Was, bitte, muss denn noch passieren, bis OB Bude endlich mal was begreift?