Donnerstag, 17. Februar 2011

Burka = Freiheit und Toleranz?

zuerst veröffentlicht im Kommentar-Bereich des RPO-Artikels "IG gegen Salafisten demonstriert weiter"

''Dr. Anno Jansen-Winkeln (FDP) hielt dem entgegen, die Religionsfreiheit sei ein hohes Gut. Andersgläubige seien zu respektieren. Er wünsche sich eine „freie, tolerante Stadt ohne Gesinnungsprüfungen'', so der FDP-Fraktionsvorsitzende." (Quelle: Rheinische Post, 17.02.11)

Das hat Charme. Denn wir reden hier über Maßnahmen, die den Menschen entrechten und entindividualisieren. Denn kaum eine Maßnahme ist so geeignet, einen Menschen zu entindividualisieren, als ihm sein Gesicht zu nehmen. Man könnte auch noch den Aspekt von Frauen-Rechten ins Spiel bringen - und natürlich die Frage, ob die FDP ernsthaft glaubt, Burkas würden immer freiwillig getragen?

Aber der wirklich spannende Punkt scheint mir doch ein anderer: Man muss die Entrechtung und Entindividualisierung des Menschen einfach nur mit Religion und Glauben begründen - und schon wird aus der Entrechtung des Menschen ''Freiheit'' und ''Toleranz''. Das ist eine perverse Dialektik, mit der man im Prinzip jede Form von Menschenrechten faktisch aushebeln kann. Von Grünen erwarte ich nichts Besseres, von einer Partei, welche sich selber ''freiheitlich'' nennt, sehr wohl.

Ganz besonders charmant finde ich das vor dem Hintergrund, dass die FDP überwiegend aus Atheisten besteht. Wenn Atheisten plötzlich religiösen Fanatismus gutheißen, wird's irgendwie gefährlich . . . .

Dienstag, 15. Februar 2011

Lieber Herr Schultz,

Auf RP-Online veröffentlichte Antwort auf einen Leserbrief von Wilfried Schultz in der "Rheinischen Post", nachzulesen hier

Lieber Herr Schultz,

ich nehme hiermit Bezug auf Ihren heute in der Rheinischen Post veröffentlichten Leserbrief.

Vielleicht haben Sie ja eines Tages keine Lust mehr, Ihre sinnlosen Privatkriege gegen Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit weiterzuführen.

Vielleicht finden Sie es ja eines Tages selber peinlich, die Ihnen anvertraute BI gegen eine einzige Frau aufzuhetzen - nur weil Frau Dr. Mockel von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch gemacht hat und es gewagt hat, einen kritischen Leserbrief zu verfassen. Mit dem man nicht unbedingt in allem d'accord gehen muss, aber das Recht auf freie Äußerung seiner Meinung ist nun einmal Bestandteil unserer demokratischen Kultur.

Vielleicht haben Sie eines Tages ja auch wieder Lust, sich am Kampf gegen EZP zu beteiligen. Denn vor lauter Privatkriegen gegen alles und jeden beteiligen Sie sich am Kampf gegen EZP ja so gut wie gar nicht mehr.

Falls dieser Tag tatsächlich mal kommen sollte: Sagen Sie uns dann einfach Bescheid. Im Rahmen irgendeines Resozialisierungs-Programmes wird man dann sicherlich Möglichkeiten finden, Sie in den Kampf gegen EZP zu re-integrieren.

Blöderweise jedoch sind die Salafisten das eigentliche Problem. Wir können nicht ewig warten bis Sie mal verstanden haben, dass nicht unsere Polizei, nicht die Staatsanwaltschaft und schon gar nicht Frau Dr. Mockel, sondern die Salafisten unser Problem sind. Genausowenig, wie wir uns leider nicht den Luxus leisten können, uns Abend für Abend mit Clowns herumzuärgern, die beim Kampf gegen EZP sowieso nur im Weg herumstehen - oder sich für Demos gegen EZP Regen wünschen.

Denn der Kampf gegen EZP muss jetzt wieder ''rundlaufen'', am Besten gleich und sofort. Und da können wir leider nicht ewig auf Sie warten - also machen wir zwischenzeitlich einfach mal mit dem Kampf gegen EZP ohne Sie weiter . . . . .