Die Situation in Nordrhein-Westfalen ist mehr als bedrohlich: Die Zahl der Salafisten steigt rasant und hat sich alleine im letzten Jahr auf ungefähr 1000 verdoppelt, ca. 100 davon gelten als gefährliche Jihadisten. Und ewig wird man nicht darauf vertrauen können, dass deren Bomben nicht detonieren. Grund genug für den nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz-Chef Burkhard Freier und seinen SPD-Innenminister Ralf Jäger, sich mal wieder im Landtag dazu zu äußern. Und wie üblich kam viel Geschwätz dabei heraus, konkrete und wirkungsvolle Maßnahmen gegen die Salafisten sind bei Freier und Jäger aber auch weiterhin nicht zu erwarten.
So hat beispielsweise das nordrhein-westfälische Landesamt für Verfassungsschutz Zeit und Steuergelder darauf verschwendet, auf Weisung Jägers die bundesweit bislang umfassendste Analyse über Konvertiten im islamischen Umfeld zu erarbeiten. Ergebnis: Ähnlich wie beim Rechtsextremismus sind es vor allem
"labile junge Männer aus gestörten familiären Verhältnissen", die sich von den einfachen Botschaften und der "Brüderlichkeit" der Salafisten angezogen fühlen. Erkenntnisse, für die wir die Herren Jäger und Freier nicht gebraucht hätten, denn dass es vor allem Versager und Verlierer sind, die sich von extremistischen Ideologien angezogen fühlen, wissen geschichtsbewusste Deutsche spätestens seit der Nazi-SA - und warum sollte es bei den Salafisten, die nichts anderes sind als die SA des Islams, anders sein?
Und wenn man dann auch noch
lesen muss, dass die nordrhein-westfälischen Behörden herausgefunden hätten, dass Salafisten ein
"problematisches Verhältnis zur Staatsmacht" hätten, dann weiß man nicht mehr, ob man lachen oder weinen soll: Dass islamische Extremisten, welche die Scharia über das Grundgesetz stellen, das, was wir als Staatsmacht bezeichnen und respektieren, schlichtweg ablehnen, ist allgemein bekannt und liegt in der Natur der Sache! Fazit: Studien und "Analysen", die nur Altbekanntes hervorbringen, braucht niemand. Aber man fragt sich beunruhigt, was mit einem Landes-Verfassungsschutz los ist, der sich - anstatt sich endlich um die Gefahrenabwehr zu kümmern - immer nur an Altbekanntem abarbeitet? Und der die simple Tatsache, dass der Salafismus ja auch etwas mit dem Koran zu tun haben könnte, komplett ausblendet?
Sehr bemerkenswert, aber leider auch beunruhigend, ist die
Aussage Freiers, eine strukturelle Verbindung der Salafisten zu den Moschee-Gemeinden bestünde in der Regel nicht, denn diese gingen
"zu offenkundigen Salafisten auf deutliche Distanz". Damit ist gemeint, dass die nordrhein-westfälischen Moschee-Gemeinden zu medial bekannten Salafisten, wie z.B. Pierre Vogel, auf Distanz gehen. Viel interessanter jedoch wäre die Frage gewesen, ob die nordrhein-westfälischen Moschee-Gemeinden auch zu ganz normalen Salafisten und zur Ideologie des Salafismus auf Distanz gehen? Dazu jedoch hat sich Herr Freier nicht geäußert. Und jeder, der sich in Nordrhein-Westfalen mit diesem Thema beschäftigt, weiß auch genau, warum Burkhard Freier dazu kein einziges Wort sagt.
Darüber, ob und wenn ja, welche Maßnahmen gegen die Salafisten ergriffen werden müssen, wurde wie üblich gar nicht erst geredet. Auch sind die für ihre Loyalität zur SPD bekannten nordrhein-westfälischen Journalisten ihrer fragwürdigen Tradition treu geblieben, nach solchen Dingen wie konkreten Maßnahmen gar nicht erst zu fragen. Was sehr traurig und für die Menschen in diesem Bundesland höchst gefährlich ist, denn es gäbe sehr wohl sinnvolle Maßnahmen gegen Salafisten, die man umsetzen könnte und angesichts der zunehmenden Bedrohung auch schleunigst umsetzen sollte: Salafisten-Vereine müssen verboten werden, salafistische Straftäter müssen schneller und vor allem härter verurteilt werden, als das bislang in Nordrhein-Westfalen der Fall war, salafistische Zentren müssen genauso geschlossen werden wie Moschee-Gemeinden, die Salafisten Unterschlupf gewähren oder sonstwie mit Salafisten zusammenarbeiten, ausländische Hassprediger und Terror-Drahtzieher, wie z.B.
Sami Aidoudi in Bochum, müssen konsequent abgeschoben und bereits an Salafisten vergebene deutsche Staatsbürgerschaften sollten diesen wieder aberkannt werden.
Alles Maßnahmen, die der hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi schon
vor langer Zeit vorgeschlagen hat. Aber Ismail Tipi ist ein Ausnahmepolitiker, der die wichtigste Qualifikation mitbringt, die ein erfolgreiches Engagement gegen Salafisten erfordert: nämlich den Mumm, den Herren Salafisten auch die Stirn zu bieten. Bei Burkhard Freier, Ralf Jäger und der
nordrhein-westfälischen Kuscheljustiz jedoch ist dieser Mumm auch weiterhin nicht zu erblicken - in einem Moment, in dem unser Bundesland mit einer solchen Bedrohung konfrontiert ist, wären "harte Knochen", denen die Sicherheit der Bevölkerung mehr am Herzen liegt als die Zufriedenheit irgendwelcher Islam-Verbände, deutlich besser geeignet.